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Das Schleswig-Holsteinische Oberverwaltungsgericht hat mit Urteil vom 11.11.20 -1 LB 1/18- die Klage auf Erteilung einer Baugenehmigung für einen zweiten Hähnchenmaststall für 29.900 Tiere im Tümmlauer Koog abgewiesen. Betreiberin sollte die Mutter des Landwirtes sein, die auch geklagt hatte. Das Verwaltungs-gericht hatte der Klage stattgegeben und maßgeblich damit begründet, dass der neue Stall nicht mit dem vorhandenen Stall (39.900 Tiere) kumuliere, d.h. zu addieren sei. Dem hat nun das OVG eine Absage erteilt. Danach sind die Ställe zu addieren mit der Folge, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich ist. Maßgebend sei, dass beide Ställe nicht zufällig nebeneinander entstehen, sondern auf dem Entschluss der Familie als sog. Familienprojekt beruhen, dem Landwirtssohn als Hofnachfolger eine weitere Erwerbsmöglichkeit zu schaffen. Die erforderliche bauliche Verbindung war vorliegend aufgrund einer gemein-samen Zufahrt zu den Ställen gegeben.